Reichsberner Schwarz-rot-Gold

Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold
Auch bekannt als "Reichsberner"
Stiftung 22. Februar 1924
1953 (moderne Form)
Aufgelöst 18. Februar 1933 (verboten)
Land Weimarer Republik
Treue Sozialdemokratische Partei Deutschlands
Deutsche Zentrumsparty
Deutsche Demokratische Partei
Hauptquartier Magdeburg (ursprünglich)
Berlin
Ideologie Antifaschismus
Antikommunismus
Sozialdemokratie
Liberalismus
Politische Position Center
Status (Als militante Organisation) 1933 verboten
1953 als nur eine politische Organisation wiederhergestellt
Teil von Sozialdemokratische Partei Deutschlands
Deutsche Zentrumsparty
Deutsche Demokratische Partei
Gegner
Flagge Flagge Reichsbanner 2013.jpg
Webseite http://reichsbanner.de

Das Reichsberner Schwarz-rot-Gold (Deutsch: [ˈʁaɪçsˌbanɐ ˈʃvaʁts ˈʁoːt ˈɔlt], "Schwarz, rot, [und] Goldbanner der Reich") war eine Organisation in Deutschland während der Weimarer Republik, gebildet von Mitgliedern der Sozialdemokratische Partei Deutschlands, das Deutsche Zentrumspartyund der (liberale) Deutsche Demokratische Partei Im Februar 1924.[1][2] Sein Ziel war es zu verteidigen parlamentarische Demokratie gegen die interne Subversion und Extremismus von links und rechts, um die Bevölkerung zu zwingen, die neuen zu respektieren Republik, um seine zu ehren Flagge und die Verfassung.[3][4] Sein Name leitet sich aus dem ab Flagge von Deutschland 1919 adoptiert, deren Farben mit der Weimar -Republik und dem liberalen deutschen Nationalismus verbunden waren.

Während der Reichsbanner als mehrteilige Organisation eingerichtet wurde, wurde es stark mit der sozialdemokratischen Partei verbunden und als ihre angesehen paramilitärisch Macht. Das Hauptquartier des Reichsbanner befand sich in Magdeburg, aber es hatte anderswo Zweige.[5]

Die Hauptgegner des Reichsberner waren die Kommunistische Partei Deutschlands und ihre Rotfrontkämpferbund links und die NSDAP und ihre SturmabElung auf der rechten Seite. Der dritte Gegner waren die "reaktionären" traditionellen nationalistischen Parteien. Nach der Übernahme der Nazis spielten die Mitglieder von Reichsberner eine Rolle bei der Anti-Nazi-Resistenz.[6][7]

Der Reichsbanner wurde 1953 wieder hergestellt,[1] Bund Aktiver Demokraten E.V. Als Vereinigung für politische Bildung.[8] Der Post War Club ist keine paramilitärische Organisation mehr, sondern organisiert Seminare und ähnliche Aktivitäten. In Übereinstimmung mit seiner Tradition ist es offiziell für Mitglieder aller demokratischen Parteien offen, in Wirklichkeit jedoch eng mit der SPD übereinstimmt. Es hat Verbindungen mit dem Denkmal für den deutschen Widerstand und an Angehörige der Streitkräfte und der Polizei.

Einrichtung und Ziele

Treffen im Jahr 1929

Rechte Flügel- und nationalistische bewaffnete Gruppen, wie der Nationalist Der Stahlhelm oder der Nazi SturmabElungsowie der linke Flügel Roter FrontkämPerbund hatte den politischen Kampf in Deutschland weiter radikalisiert und verstärkt. Der Reichsbanner wurde ursprünglich als Reaktion auf die von Fine Right gebildet "Beer Hall" Putsch Und weit links Hamburger Rebellionbeide scheiterten Coups, der Ende 1923 stattgefunden hatte.[9] Am 22. Februar 1924 Mitglieder der SPD, das Deutsche Zentrumsparty, das Deutsche Demokratische Partei und Gewerkschafter in Magdeburg gründeten die Reichsbanner.[10] Der Anteil der Sozialdemokraten in der Mitgliedschaft überwiesen jedoch alle anderen mit Schätzungen von bis zu 90 Prozent. Im Herbst 1927 die Reichsbanner verteilte alle Mitglieder, die zum gehörten Alte sozialdemokratische Partei, beschuldigte diese neue Gruppe, Bündnisse mit Faschisten zu suchen.

Reichsbanner war ein Veteranenverband, in dem ehemalige Soldaten des Ersten Weltkriegs ihre militärischen Erfahrungen im Dienst der Republik eingetragen haben. Es sah somit seine Hauptaufgabe als Verteidigung der Weimarer Republik gegen Feinde der nationalen sozialistischen, monarchistischen und kommunistischen Lager.[1][11] Sozialdemokratischer Politiker Otto Hörsing festgelegt Reichsbanner 1931 als "unparteiische Schutzorganisation der Republik und Demokratie im Kampf gegen das Hakenkreuz und den sowjetischen Star".[12] Die Mitglieder sahen sich als Hüter des Erbes der demokratischen Tradition Deutschlands und gingen zurück zum Erbe Revolutionen von 1848und von den konstitutionellen Nationalfarben: Schwarz, Rot und Gold.[13]

Struktur und Organisation

Reichsberner Marsching, 1928

In dem ReichsbannerEs gab zwei organisatorische Strukturen parallel: die politische als registrierte politische Vereinigung und die Operation als Kampfkraft.

Die politische Organisation wurde von der Bundesverwaltung geleitet, die einen 1. und 2. Vorsitzenden, drei Abgeordnete, den Bundesschatzmeister, den Bundeskassierer, der Sekretär, der technische Manager, der Bundesjugendführer, die sitzenden Vertreter und 15 Gutachter umfasste. Der Bundesvorsitzende war vom 3. Juni 1932 Otto Hörsing. Sein stellvertretender und späterer Nachfolger war Karl Höltermann. Unter der Bundesebene wurde Deutschland in unterteilt in Gaus, Kreise, Bezirke und schließlich lokale Verbände. Die Exekutivkomitees aller Organisationsebene wurden aus der Mitgliedschaft aller republikanischen Parteien im Konzert gewählt.

Parallel dazu wurde die operative Organisation als militärische Struktur modelliert. Die kleinste Einheit war die Gruppe mit einem Gruppenleiter und acht Männern. Zwei bis fünf Gruppen bildeten einen Zug (Zug) zwei bis drei Kurse bildeten a KAMERADSCHAFT, was einer Gesellschaft der Armee entsprach, zwischen zwei und fünf, von denen eine Abteilung bildete (Abteilung) mit zwei bis fünf Abteilungen aus einem Distrikt. Mindestens zwei Bezirke bildeten einen Kreis. Bei Gau und staatliche Strukturen auf operativer und politischer Ebene überlappten sich so, dass der Bundesvorsitzende gleichzeitig auch Bundeskommandant war, während jeder der 32 Gau Vorsitzende waren es auch Gauferei. Das Kommandopersonal der operativen Organisation wurde auch durch Rangabzeichen anerkannt. Der Bundeskommandant trug zum Beispiel die untere Hülle den Bundesadler (schwarz auf einem roten Feld mit goldener kreisförmiger Grenze) und zwei schwarz-rot-goldene Streifen über alle.

Nach den eigenen Aufzeichnungen der Organisation wurde die Mitgliedschaft im Jahr 1932 auf drei Millionen gestellt.[14][15]

Kampf für die Republik, 1930–1933

Reichsberer marschiert 1930.

Nach erheblichen Wahlen zur Nazis im Jahr 1930 wurde die Reichsbanner Im September versuchte sich gegen eine intensivierte Straßengewalt durch SA -Einheiten mit einer Umstrukturierung der operativen Organisation zu stärken. Aktive Mitglieder wurden in Master -Formationen unterteilt (Stafo) und die Elite -Einheiten in Schutzformationen (Schufo). Außerdem gab es die "jungen Banner". 250.000 Männer gehörten den Schufos im Frühjahr 1931 an.[16]

Am 16. Dezember 1931 die Reichsbanner, Die Arbeiter -Gymnastik- und Sportverband (ATSB), die General Deutsche Gewerkschaftsverband (ADGB) und die sozialdemokratische Partei haben die gegründet Eisenfront,[1][11] innerhalb der bewaffneten Verteidigungsoperationen waren die Verantwortung von Reichsbanner und was angesichts der immer stärker verstärkten Gewaltakte durch Mitglieder der Nazi -SA und der kommunistischen roten Front (RFB) immer wichtiger wurde.[17]

Die letzte Bundes Generalversammlung der Reichsbanner traf sich am 17. bis 18. Februar 1933 in Berlin. März Reichsbanner und die Eisenfront wurde im gesamten Reich verboten. Komponententeile des ReichsBanner, einschließlich der Center Party, stimmten anschließend für die Nazi gestimmt Ermächtigungsgesetz und spielte eine Rolle, um sie in absolute Macht zu bringen.

Nach dem Verbot der Reichsbanner, einige Mitglieder schlossen sich an Der Stahlhelm, was zu einem Vorfall führte, bei dem eine Massenanmeldung in Braunschweig von den Nazis durchsucht wurde, die sie den Stahlhelm Putsch nannten.[18]

Reichsbanner -Mitglieder im Widerstand

In den inzwischen illegalen Untergrundorganisationen, der Mitgliedschaft der Organisation, insbesondere der ersteren Schufos stellte eine wichtige Komponente im sozial demokratischen Widerstand gegen das NS -Regime dar, beispielsweise in den Gruppen, auf die sich konzentriert Theodor Haubach und Karl Heinrich in Berlin und um Walter Schmedemann in Hamburg sowie die sozialistische Front in Hannover.

Reichsberner Mitglieder heute

Das Reichsbanner wurde 1953 als Vereinigung für politische Bildung neu geformt.[19]

Siehe auch

Verweise

  1. ^ a b c d "Reichsberner Schwarz-Rot-Gold". SPD Geschichtswerkstatt (auf Deutsch). Abgerufen 2019-07-04.
  2. ^ Ziemann, Benjamin. "Die Zukunft der Republik? Das Reichsberner Schwarz-rot-Gold 1924-1933" (PDF). Library.fes.de. Abgerufen 4. Juli 2019.
  3. ^ "Das Reichsberner Schwarz-Rot-Gold". Lemo. Abgerufen 10. Oktober 2017.
  4. ^ "Reichsberner 1924 bis 1933". Reichsberner.de. Abgerufen 10. Oktober 2017.
  5. ^ Zu seiner regionalen Organisation, insbesondere im Bundesstaat Sachsen, siehe Carsten Voigt: Das Reichsberner Schwarz-Rot-Gold in Sachs 1924 bis 1933, in: Jahrbuch für Forschungen Zursche, Nr. IIII/2009.
  6. ^ "Rede des Bundesvoritzenden des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold Dr. Jur. Volkmar Zühlsdorff". Berlin.de. 14. Oktober 2001. Abgerufen 1. Mai 2017.
  7. ^ "KAMPF GEGEN DEN NATIONALSOZIALISMUS 1930 - 1933". Reichsberner.de. Abgerufen 10. Oktober 2017.
  8. ^ "Reichsberner Schwarz-rot-Gold, 1924-1933-Historische Lexikon Bayerns". www.historische-lexikon-bayerns.de. Abgerufen 2019-07-04.
  9. ^ "Gefährdung der Weimarer Republik". Reichsberner.de. Abgerufen 10. Oktober 2017.
  10. ^ "GRUndung des Reichsbanners Schwarz-rot-Gold". Reichsberner.de. Abgerufen 10. Oktober 2017.
  11. ^ a b "GEDenkstätte Deutscher Federstand - AUSSTELLUNG". www.gdw-berlin.de. Abgerufen 2019-07-04.
  12. ^ Zitier nach Franz Osterroth, Dieter Schuster: Chronik der Deutschen Sozialdemokratie. 2. von Beginn der Weimerer Republik bis Zum Ende des Zweitens Weltkrieges; Berlin [U.A.] 19803; Elektronische Ausgabe: Bonn: Fes-Bibliothek (Friedrich-Ebert-Stiftung), 2001
  13. ^ "In der Tradition der Revolution von 1848". Reichsberner.de. Abgerufen 10. Oktober 2017.
  14. ^ Zeit (Archiv), D. I. E. (1968-03-22). "Neuauflage des Reichsbanners". Sterben zum Zeit (auf Deutsch). ISSN 0044-2070. Abgerufen 2019-07-04.
  15. ^ Bulmahn, Edelgard. "Reichsberner Schwarz-Rot-Gold-Bund Aktiver Demokraten E.V." (PDF). Reichsberner.de. Abgerufen 4. Juli 2019.
  16. ^ "Die Schutzformation des Reichsbanners Schwarz-rot-Gold". Reichsberner.de. Abgerufen 10. Oktober 2017.
  17. ^ "Die Eiserne Front". Reichsberner.de. Abgerufen 10. Oktober 2017.
  18. ^ Hermann Beck (2010). "Die schicksalhafte Allianz: Deutsche Konservative und Nazis im Jahr 1933: Das machtergreifung in einem neuen Licht". p. 271. ISBN 978-1-84545-680-1.
  19. ^ "Bundesverband Reichbanner Schwarz-Rot-Gold, Bund Aktiver Demokraten E.V." Abgerufen 2009-04-23.

Literaturverzeichnis

  • Günther Gerstenberg: Freiheit! Sozialdemokratscher Selbstschmutz im München der Zwanziger und froten Deißiger Jahre., 2 Bände; Andechs 1997; ISBN3-928359-03-7
  • Helga Gotschlicht: Zwische Kampf und Kapitulation. Zurschichte des Reichsbanners Schwarz-rot-Gold.; Dietz, Berlin (EST), 1987; ISBN3-320-00785-8
  • David Magnus Mintert: "Sturmtrupp der Deutschen Republik". Das Reichsberner Schwarz-Rot-Gold-IM-Wuppertal (= Verfolj und verflucht in Wuppertal, Bd. 6; Grafenau 2002; ISBN3-9808498-2-1
  • Karl Rohe: Das Reichsberner Schwarz Rot Gold. Ein Beitrag Zurschichte und Struktur der Politischen Kampfverbände Zureit der Weimerarer Republik. Droste, Düsseldorf 1966.
  • Pamela E. Swett: Nachbarn und Feinde: Die Kultur des Radikalismus in Berlin, 1929-1933. Cambridge, England: Cambridge University Press, 2004; ISBN0-521-83461-9
  • Carsten Voigt: Kampfbünde der Arebeiterbeegung. Das Reichsberner Schwarz-rot-gold und der Rote Frontkämpferbund in Sachs 1924–1933 (= Geschichte und Politik in Sachs, Bd. 26). Böhlau, Köln/Weimar/Wien 2009; ISBN3-412-20449-8

Externe Links